Kitekurse, Kitesurfen lernen an der Ostsee - Salzhaff, Warnemünde, Rostock, Bodden

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  1. Was ist Kitesurfen?
  2. Woher kommt das Kitesurfen?
  3. Wo lerne ich Kitesurfen am schnellsten und sichersten?
  4. Muß ich vorher Windsurfen lernen, oder geht es auch ohne alles?
  5. Ist Kitesurfen lernen für jeden geeignet, wie alt muß ich sein, wie ist der Ablauf?
  6. Woher bekomme ich Infos aus dem Netz oder auch Zeitschrift?
  7. Ist Kitesurfen lernen gefährlich?
  8. Kleines Lexikon der Begriffe beim Kitesurfen lernen und Kiteborden
  9. Kitesurfen lernen; Schritt für Schritt

Was ist Kitesurfen?

Kitesurfen oder auch Kiteboarden ist aus der Familie des Powerkiting entstanden, wobei man einen „Kite“ (Lenkdrachen) für die Fortbewegung auf dem Wasser mit Hilfe eines Kiteboards verwendet. Der Sportler befindet sich dabei auf dem „Board“ und wird durch einen „Kite“, auch Windschirm oder kurz Schirm genannt, gezogen.


Woher kommt das Kitesurfen?

Kitesurfen, oder Kitesurfing - wie die Amis sagen, begann in den 80er Jahren. Cory Roeseler auf Oregon begann damals sein Kiteski-System zu entwickeln (ein starrer gerahmter Drachen), welches er überwiegend mit Wasserskiern einsetzte. Zur gleichen Zeit arbeiteten die Legaignoux-Brüder in Frankreich an Ihrem Flysurf-System, dem heutigen WIPIKA-Drachen. (Wipika steht für WI.nd P.owered I.nflatable K.ite A.ircraft.) Dieser Wipika-Kite war ein sogenannter Tubekite - zu erkennen an seiner runden Form. Der Name rührt von den aufgeblasenen Luftschläuchen her, welche dem Kite seine Stabilität geben und den Wasserstart ermöglichen. In den 90er Jahren wurde ein weiteres System für das Kitesurfen entdeckt und weiterentwickelt, die sogenannten Matten-Kites (Ram-Air-Kite). Hier haben sich vor allem Firmen wir Flysurfer.de und Advance einen Namen gemacht.


Wo lerne ich Kitesurfen am schnellsten und sichersten?

Kitesurfen sollte man auf jeden Fall in einer Kitesurf-Schule lernen. Dem Anfänger bieten sich doch viele Fehlermöglichkeiten und einige Fehler können beim Kiten böse Folgen haben. In einer guten Kitesurfschule lernt man das Kitesurfen im Normalfall schnell und sicher. Durch das Schonen der eigenen Ausrüstung spart man wahrscheinlich sogar Geld.

Idealerweise sollte das Schulungsrevier viel Platz im Wasser und am Strand bieten. Ausserdem sollten nicht zu viele Schüler auf einen Lehrer kommen (zumindest zu Beginn maximal 4 Schüler auf einen Lehrer). Ideal wäre es, wenn die Schule auf beiden Systemen schulen würde, also auf Mattenkites und Tubekites. So hätte man direkt die Möglichkeit zu testen, welches System einem mehr liegt.


Muß ich vorher Windsurfen lernen, oder geht es auch ohne alles?

Hilfreich ist es natürlich, wenn der Kiteschüler sportlich bewandert ist. Hierbei ist es völlig egal, ob er Windsurfen, Wakeboarden, Snowboarden oder auch Bergsteigen kann. Kitesurfen hat seinen eigenen Bewegungsablauf. Ihr müßt mit dem Kitedrachen umgehen können, Gleichgewicht mit dem Board halten und das alles auf dem Wasser umsetzten. Mit etwas Übung lernen unsere Kiteschüler nach nur zwei- drei Tagen die Grundlagen des Kitesurfens.


Ist Kitesurfen lernen für jeden geeignet, wie alt muß ich sein, wie ist der Ablauf?

Unser jüngster Schüler ist 9 Jahre und unser ältester Schüler stolze 78 Jahre. Es geht. Natürlich sind hier Grenzen gesetzt. Kitesurfen lernen ist aber nicht so ein kraftvoller und aufwendiger Sport. Mit etwas Übung, Geduld und Ausdauer kann man sehr schnell und sicher Kiten lernen. Wenn ihr eine VDWS Kiteschule besucht, erlernt ihr in den ersten Stunden das Handling mit dem Kite an Land, Sicherheitsgrundlagen. Im zweiten Teil geht es dann aufs Wasser um dort die Grundlagen zu vertiefen. Highlight ist dann das gleiten auf dem Board. Im Anschuß empfehlen wir jeden Kiteschüler mindest ein betreutes Kitesurfen lernen oder einen Aufsteigerkurs zu besuchen.


Woher bekomme ich Infos aus dem Netz oder auch Zeitschrift?

Zum Thema Kitesurfen haben sich für den deutschsprachigen Raum mittlerweile zwei Diskussionsforen als Standard etabliert. Das ist zum einen das Forum von Oliver Zernial unter www.kitesurfing-kiel.de und zum anderen das Forum von Johannes Marczinski unter www.oase.com. Hier triffst du zahlreiche aktive Kitesurfer für den direkten Erfahrungsaustausch. Zeitschriften in Deutschland: Kiteboarding, Kite, und FreeMag.

www.vdws.de // Verband deutscher Wassersportschulen eV.
www.windfinder.com // Wetter und Wind
www.surfspot.de // Surfspots in Deutschland und dem Rest der Welt
www.kitefreunde.de // Kleines Kitesurflexicon

Ist Kitesurfen lernen gefährlich?

So wie die meißten Sportarten, verbirgt auch das Kitesurfen ein gewisses Gefahrenpotential. Daher, besucht eine Kitesurfschule, welche euch die wichtigsten Sicherheitsregeln und Grundlagen zum Kitesurfen vermittelt. Die Hauptgefahr ist der Kiter selber, der sich und den Wind überschätzt.

  • Ausreichend Sicherheitsabstand
  • Windstärke der Kitegröße und dem Können angepaßt
  • Niemals in die Leinen greifen
  • beurteile fachkundig die Wind und Wetterbedingungen
  • Einem Kite nähere man sich von hinten und greife dann an eine Kante des Kites.
  • Sicherheitsausrüstung anlegen, einweisen und auch im Ernstfall benutzten
  • besuche eine VDWS Kitesurfschule, um das Kitesurfen sicher zu lernen

Kleines Lexikon der Begriffe beim Kitesurfen lernen und Kiteborden:

  • Kiteboarding: Ob auf dem Wasser, am Strand oder auf dem Schnee – das Prinzip ist immer dasselbe: Nutze die Kraft des Windes und hab Spaß!
  • Tubekite: Kite mit aufblasbaren Tubes, normalerweise in Halbkreis- oder Bogenform.
  • Bladder: Aufblasbarer Kunststoff-Schlauch der in der Tube sitzt, ähnlich wie der Schlauch eines Fahrradreifens. Bladder geben dem Kite seine Struktur und unterstützen ihn, auf dem Wasser zu schwimmen.
  • Chicken Loop or C-loop: Eine Kunststoff-Schlinge, die die Kraft des Kites überträgt, wenn man sich mit dem Trapez darin einhakt. Der Chickenloop wird bei Vierleiner-Kites verwendet.
  • Trainer Kite: Ein Kite, der zum Üben an Land entwickelt wurde, um das Kiten an Land zu üben. Normalerweise sind diese Kites kleiner als drei Quadratmeter.
  • Flying Lines oder Kite Lines: Zwei oder vier Leinen verbinden den Kite mit der Bar (Lenkstange)
  • Lenkleinen: Dickere Leinen, die direkt an der Bar befestigt sind. Sie sind deshalb dicker, weil dies das Verletzungsrisiko verringert.
  • Depower: Senkt den Druck des Kites. Wird v.a bei böigem Wind benötigt.
  • Anpowern: Erhöht den Druck des Kites.
  • Trapez: Verbindet den Kite mit dem Fahrer und überträgt die Kraft des Kites auf den ganzen Körper.
  • Überpowered: Zuviel Kraft im Kite. Geschieht dadurch, dass der Kite zu groß für das Gewicht und die Erfahrung des Fahrers gewählt wurde. Das ist äußerst gefährlich.
  • Unterpowered: Gegenteil von überpowert, kann durch ein größeres Board oder einen größeren Kite vermieden werden (oder durch Golfspielen)
  • Luv: Woher der Wind weht
  • Lee: Wohin der Wind weht
  • Böe: Unregelmäßiger Wind.
  • Knoten: Eine Einheit für die Windgeschwindigkeit.

Los gehts: Schritt für Schritt

Um Kitensurfen nicht nur für sich selbst, sondern auch für andere sicher zu machen, sollten die ersten Kite Versuche mit einem Lehrer absolviert werden. Die folgenden Informationen sollen zeigen, was man von einem professionellem Kiteunterricht erwarten darf und soll, sind aber nicht dafür gedacht, einen Kitekurs zu ersetzen.

1. Der Trainer Kite

Der erste Schritt ist es, zu lernen, wie man einen Kite fliegt! Man sollte ca 20-50 Stunden mit einem 1-2 m² Wipika Trainer Kite verbringen – das hört sich nach viel an, aber auf diese Weise kommt man schneller an den Punkt einen Kite zu beherrschen, als sofort mit einem aufblasbaren Powerkite zu starten!

2. Das Windfenster

Mit dem Trainer Kite findet man auf einfache Art und Weise eine neutrale Position des Kites am Rande des „Windfensters“ heraus. Wenn man mit dem Rücken zum Wind steht, erstreckt sich das Windfenster vor Dir in einem Bogen von Deiner rechten bis zur linken Seite, und reicht vom Boden genau bis über Deinen Kopf. Die neutrale Position, in der der Kite am wenigsten Kraft hat, ist genau über Dir. Diese Position ist nicht nur wichtig beim Start und bei der Landung. Man sollte in der Lage sein den Kite von jeder denkbaren Position aus schnellstmöglich in diese Neutrale Lage zu bekommen!

3. Die Powerzone

Wenn Du die neutrale Lage beherrschst, ist es an der Zeit die Powerzone kennen zu lernen. Am Einfachsten ist es den Kite zwischen einer 11 und 7 Uhr bzw. 1 und 5 Uhr Position in einem leichten Achter hin und her zu fliegen. Je größer der Achter dabei wird, desto mehr Kraft entwickelt der Kite auch zunächst.

4. Weitere Übungen und Manöver

Wird das Kitehandling soweit beherrscht, ist es bis zu Deinem ersten Body drag nicht mehr weit.. Body drag bedeutet, dass man sich kontrolliert von dem Kite durchs Wasser ziehen lässt. Man merkt schnell dass es ratsam ist, den Tainer Kite in allen möglichen Situation zu beherrschen (mit geschlossenen Augen, rückwärts usw..), da einem diese Situationen auf dem Wasser alle begegnen werden und es ist besser, auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein. Ziel sollte es sein, den Kite weitgehend blind zu fliegen, damit hat man mehr Zeit sich auf andere Dinge zu konzentrieren, etwa wo das Brett ist, oder wo man hinfährt.

5. Das Depoweren

Der nächste Schritt ist die Sicherheit auf dem Wasser. Am Wichtigsten ist es zu wissen, wie man den Kite komplett depowered. Je nach Bar und Safety System ist dies unterschiedlich. Der erste Reflex in einer Notsituation ist es, einfach die Bar los zu lassen. Bei jedem System sollte dies den Kite komplett depowern.

6. Der Wasserstart

Im Laufe Deines Kitelebens wirst Du unzählige Stunden mit dem Wasserstart verbringen. Glücklicherweise gibt es inzwischen sehr gut funktionierende Systeme, die diese Prozedur zu einem einfachen Spiel machen. Hauptproblem ist, dass ein abgestürzter Kite meist auf der leading edge liegend Richtung Lee zieht. Ziel ist es den Kite entweder durch schwimmen oder einfaches ziehen der CLS Leine auf den Rücken zu drehen. Wenn dies geschafft ist, braucht man nur noch an einer Seite der Bar zu ziehen, der Kite baut seine C-Form auf und lässt sich somit wieder starten. Diese Technik bedarf einiges an Übung und man ist gut beraten, wenn man sich das Vorgehen von einem Lehrer zeigen lässt, und dann – üben, üben, üben

7. Der Body Drag

Jetzt wo Du das Fliegen eines Kites beherrschst und weist, wie man einen Kite aus dem Wasser startet oder ihn depowered, ist es an der Reihe den ersten Body Drag auszuprobieren. Am Besten ist es, wenn Du entweder einen Lehrer bei Dir hast, oder einfach jemanden, der dich am Trapez festhält und Dir dabei Anweisungen geben kann.

Wenn Du mit der Segelterminologie noch nicht vertraut bist, dann ist es nun an der Zeit den Begriff „kreuzen“ kennen zu lernen. Genau das wirst Du nämlich beim Body Drag tun. Du wirst in einem zick-zack Kurs von rechts nach links downwind gezogen. Fliege den Kite in kleinen Achtern zur linken Seite, um nach links gezogen zu werden und versuche das gleiche auf der rechten Seite.

Dabei solltest Du immer zwei Dinge im Kopf behalten:

    • Wie bringe ich meinen kite schnellstmöglich in eine neutrale Position?
    • Wie depowere ich meine Kite auf der Stelle?

8. Body Dragging Upwind

Da wir es nicht empfehlen eine Boardleash zu benutzen, ist es wichtig den Upwind Bodydrag zu beherrschen, will man sein Board nicht verlieren. Am Besten geht dies, in dem man seine Führungshand upwind richtet und seinen Körper senkrecht zu den Flugleinen ausrichtet. Auf diese Art und Weise benutzt man seinen Körper wie ein Ruder und kann gegen die Kraft des Kites Höhe laufen. Dieses Manöver bedarf einiges an Übung, aber sobald Du auch diesen Trick beherrschst, kannst Du Dich aus so gut wie jeder kniffligen Situation von selbst befreien.

9. Ready to go

Nach einigen Body Drag Versuchen und reichlich Flugerfahrung geht es nun richtig los! Entgegen der landläufigen Meinung, braucht man nicht unbedingt Board Erfahrung um loslegen zu können. Der Kite entwickelt genug Zug nach oben und vorne um leicht aufs Brett zu kommen. Man sollte mit einem etwas größeren Board anfangen, da dieses eher ins gleiten kommt, als ein kleineres. Ausserdem sollte man einen Helm tragen und sich über alle Sicherheitsfeatures im Klaren sein.

Soweit so gut – und jetzt ab aufs Wasser! Und wenn Du soweit bist, dass Du an den Punkt zurück kiten kannst an dem Du Deinen Kite gestartet hast ist es soweit – Du bist ein Kiteboarder. Und jetzt ist es auch an der Zeit, Dir Dein eigenes Equipment zuzulegen..


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