1. Warum ist
Kitesurfen lernen gerade an der Ostsee zu empfehlen?
Kiten lernt man, dort wo gut Wind ist, dort wo es für die ersten
Schritte stehtief ist, dort wo es Spaß macht im Wasser zu sein.
Wir möchten euch die Spots an der Ostsee/Salzhaff empfehlen, da
diese durch ihre optimalen Übungsbedingungen den schnellsten Lernerfolg
bieten. Wir bieten unseren Kiteschülern stehtiefes Wasser, angenehme
Temperaturen, der Wind bläßt konstant mit einer recht hohen
Wahrscheinlichkeit und euer Kitetrip kommt noch ein paar Tagen Urlaub
gleich.
Kitesurfen lernen an der Ostsee, am wunderschönen Salzhaff - in
unserer Schule bekommt ihr eine umfassende Kitesurf Ausbildung.
große Übungswiese für Landtraining, Theorie, Materialaufbau
ausgewiesene und behördlich genehmigte Wasser - Schulungsfläche
ausschließlich fürs Kitesurfen
stehtiefe Kiteschulungs Fläche, je nach Gezeitenstand größer
oder kleiner, keine Wellen, Strömung
lockere Schulungs und Urlaubsatmosphäre
Wohnmobil und Bus Parkplatz direkt nebenan; WC vorhanden (keine Dusche,
keine Zelte erlaubt)
Zeltplatz ist 5min entfernt, ebenso in Umgebung; Ferienwohnungen und
Pensionen
Kiosk mit Kaffee, Kuchen, warmen Gerichten etc; Kinderspielplatz,
Bootsanleger, Fischerhafen mit Verkauf
Fähranleger zu den Orten: Rerik, Insel Poel
2. Wo befindet
sich die Kitestation am Salzhaff?
Das Salzhaff ist ein ökologisch wertvolles Landschaftsschutzgebiet.
Kitesurfen ist nur an zwei Stellen ausgewiesen. Diese sind; Pepelow (Zeltplatz)
und Boiensdorf (Kiteschule.com).
Unsere Kiteschule befindet sich direkt an der Ostsee, am Salzhaff, in
Boiensdorf-Werder genau zwischen Rostock und Lübeck. Die Fahrzeit
von Rostock über die B 105 beträgt ca. 25 min, von Lübeck,
dank der durchgehenden Autobahn A 20 ca 35- 40 min. »hier
Anfahrt
Wenn ihr in Boiensdorf angekommen seid, fahrt ihr die einzige abgehende
Seitenstrasse zum Boinesdorfer Werder runter. Nach ca 700 Meter seht ihr
die Flaggen und auch die Kiteschule Station mit der Schulungsfläche.
3.
Wo kann ich mein PKW abstellen, wo kann ich mit dem Wohnmobil stehen?
Parken ist wie bisher auf den beiden Stellflächen direkt am Haff
möglich. Auf dem ersten Parkplatz dürfen WoMo und Busse auch
über Nacht stehen. WC und Waschmöglichkeiten sind vorhanden.
Strom und Duschen sollen im kommenden Jahr folgen.
Wohnmobile kosten von 7 - 22 Uhr 7.- Euro
PKW/Busse kosten von 7 - 22 Uhr 4.- Euro
Die Wiesen vor der Kiteschulungsfläche sind Privatland und zum
ausüben der Schulung gepachtet. Bitte keine PKW, etc draufstellen.
Für die PKW´s und WoMo´s gibt es ausgewiesene Stellflächen.
Auf Privatland abgestellte Fahrzeuge werden kostenpflichtig abgeschleppt.
4.
Einkaufen, Geldautomat, Tankstellen, Gastronomie; was ist vorhanden?
Um das Positive vorweg zu nehmen; Ihr wollt ungestört Kitesurfen
lernen? Das könnt ihr bei uns am Salzhaff, denn ihr könnt euch
voll und ganz auf das Kiten lernen konzentrieren. Alle Supermärkte,
Tankstellen und auch Gaststätten befinden sich: in Wismar, Neubukow,
Rerik, jeweils ca 15 Min entfernt. Also bitte im Vorfeld einkaufen, tanken
und Geld abheben. Schöne Restaurants befinden sich in Rerik, z.Bsp.
an der Steilküste mit frischem Ostseefisch.
5.
Was kann mein nicht kitender Partner machen, langweilt er sich?
Gerne kann der Partner an unserer Kitestation sich mit einem Kaffee gemütlich
machen und den Kiteschülern auf die Finger schauen. Kleine Aussichtsterrasse
ist vorhanden. Wer etwas Bewegung braucht, hier eine kleine Wandertour.
Das Salzhaff, besonders der Boiensdorfer Werder sind sehr schöne
Landschaftschutzgebiete. Es bieten sich lange Spaziergänge zur Halbinsel
Werder (1-2 Stunden) an.
Hier eine kleine Auswahl an verschiedenen Aktivitäten:
Aktivsport durch unseren Partner SFA-Wolf;
z. Bsp Tauchen, Ballon fahren, Motorschirm fliegen, Nodric Walking ...
Erholung durch Wanderungen; Insel Poel (mit Fähre zu erreichen),
im Wald von Teßmannsdorf, Radwandern am Haffweg entlang
Unser jüngster Schüler ist 9 Jahre und unser ältester
Schüler stolze 78 Jahre. Es geht. Natürlich sind hier Grenzen
gesetzt. Mit etwas Übung, Geduld und Ausdauer kann man sehr schnell
und sicher Kiten lernen. Grundkenntnisse sind nicht erforderlich, eine
normale Grundfitness vorausgesetzt.
Bitte bringt zum Kitekurs mit:
feste Schuhe, für die Landübungen
dicke Jacke, warme Sachen (auch im Sommer kann es schon mal recht
frisch an der See werden), Handtuch, Badebekleidung etc
Neoprenanzug und Neoprenschuhe, wenn ihr habt. Wir verleihen euch
natürlich auch diese Bekleidung
Verpflegung, Getränke; wir haben nebenan einen Kiosk mit Snacks,
aber unter der Woche hat er nicht immer geöffnet
Kursgebühr, sofern nicht schon bezahlt (Zahlungsbestätigung).
Der nächste Automat befindet sich in Rerik oder Neubukow, beides
15 min entfernt.
gute Laune und Power, dann klappst auch mit dem Kiten
7.
Wo kann ich wohnen; Campingplatz / Pension / Ferienwohnung?
Rund um das Salzhaff gibt es eine Reihe von schönen Übernachtungsmöglichkeiten.
Diese haben wir hier
zusammengefaßt. Nochmal zur Übersicht:
Campen mit dem Wohnmobil direkt an der Kiteschule (keine Zelte, WC
und Kiosk vorhanden)
Campen auf dem Campingplatz Möwe; ca 5 min zu Fuß von der
Kiteschule entfernt
Pensionen; wie Pension Rohde, Bauernhaus, Haus Strandgut; (ca 3-8
min von der Kiteschule entfernt)
Ferienwohnungen; z Bsp: Ferienhof Radelof; (ca 15 min zu Fuß
von der Kiteschule entfernt)
Für Jugendliche gibt es im San Pepelone eine Diskothek, Cafe und
Treffpunkt. Dies ist ca 5 min am Strand Richtung Osten entfernt. Nächste
größere Städte sind die Hansestadt Wismar und das Seebad
Warnemünde/Rostock beide ca 15-20 min entfernt. »zum
Link
8. Wind und Wetterbedingungen
an der Ostsee:
Jeder weiß es; die Ostsee liegt leider noch nicht in der Passatwindzone
und wird daher nicht so konstant belüftet, wie zum Beispiel die Karibik,
Kanaren etc... Aber, auch wir haben gute Windbedingungen.
Durchschnitt Sonnenscheindauer
Platz 1 ist Mecklenburg-Vorpommern (Hiddensee) mit 2168 h/Jahr
Platz 4 ist Schleswig Holstein (Fehmarn) mit 2013 h/Jahr
Durchschnitt Windgeschwindigkeit
Platz 1 ist der Brocken in Sachsen Anhalt mit 39,7 km/h
Platz 3 ist Mecklenburg-Vorpommern (Hiddensee) mit 32,9 km/h
November
bis März ist nur was für Experten. Trockenanzug ist ein Muß.
Ab April geht die Saison los. Das Salzhaff ist ein Flachwassergebiet,
welches sich schnell bei Sonnenschein aufheizt. Ab Juni bis Augut haben
wir Sommer mit Temp, im Wind nicht mehr als 25 Grad. Auch hier sollte
der Neo min 3-4mm Dicke haben. In der restlichen Zeit braucht ihr einen
4-5mm Neo.
Wind wird an der Ostsee durch Tiefdruckausläufer erzeugt. Je mehr
Druckunterschied, umso mehr Wind. Im heißem Sommer profitiert das
Salzhaff von einer lokalen Wasser-Land Thermik, mit zuverlässigem
Wind ab dem Nachmittag.
9.
Was passiert wenn der Wind und das Wetter nicht mitspielt?
Natürlich kann es vorkommen, das Wind und Wetter nicht so mitspielen,
wie gewünscht. Für solche Fälle haben wir ein alternaives
Programm. So schulen wir das Boardaufsteigen mit Hilfe unserem Motorboot.
Ebenso braucht es wenig Wind, für das Landtraining oder auch das
Sicherheitstraining. Und gar keinen Wond braucht es für den wichtigen
Theorieunterricht (max 1,5Std), welcher Vorfahrtsregeln, Sicherheitsregeln
etc enthält.
Leider gibt es Tage, an denen wir den angemeldeten Kiteskurs auf Grund schlechter Wind- und Wetterverhältnisse nicht durchführen können. Dieses Risiko gehen wir als Kiteschule ein, müssen dennoch Material, Lehrer, Kitestation etc vorhalten. Jedoch geht jeder Kitesurf Kunde ebenfalls dieses Risiko ein. Jedem Kiteschüler ist bewußt, dass Kitesurfen ein Wind- und Wetterabhängiger Sport ist. Von daher ist eine Kulanz beider Seiten notwendig. Wir erstellen für die ausgefallene Kurszeit einen Gutschein, welcher jederzeit für einem weiteren Kitekurs eingelöst werden kann. Kulanterweise bieten wir sogar die Möglichkeit, den Gutscheinwert in einen Onlineshop Gutschein zu wandeln. Hier kann der Gutscheininhaber aus unserem Shopsortiment in Höhe des Gutscheinwertes einkaufen.
10. Los gehts: Schritt für Schritt
Um Kitensurfen nicht nur für sich selbst, sondern auch für
andere sicher zu machen, sollten die ersten Kite Versuche mit einem Lehrer
absolviert werden. Die folgenden Informationen sollen zeigen, was man
von einem professionellem Kiteunterricht erwarten darf und soll, sind
aber nicht dafür gedacht, einen Kitekurs zu ersetzen.
1. Der Trainer Kite
Der erste Schritt ist es, zu lernen, wie man einen Kite fliegt! Man sollte
ca 20-50 Stunden mit einem 1-2 m² Wipika Trainer Kite verbringen
– das hört sich nach viel an, aber auf diese Weise kommt man
schneller an den Punkt einen Kite zu beherrschen, als sofort mit einem
aufblasbaren Powerkite zu starten!
2. Das Windfenster
Mit dem Trainer Kite findet man auf einfache Art und Weise eine neutrale
Position des Kites am Rande des „Windfensters“ heraus. Wenn
man mit dem Rücken zum Wind steht, erstreckt sich das Windfenster
vor Dir in einem Bogen von Deiner rechten bis zur linken Seite, und reicht
vom Boden genau bis über Deinen Kopf. Die neutrale Position, in der
der Kite am wenigsten Kraft hat, ist genau über Dir. Diese Position
ist nicht nur wichtig beim Start und bei der Landung. Man sollte in der
Lage sein den Kite von jeder denkbaren Position aus schnellstmöglich
in diese Neutrale Lage zu bekommen!
3. Die Powerzone
Wenn Du die neutrale Lage beherrschst, ist es an der Zeit die Powerzone
kennen zu lernen. Am Einfachsten ist es den Kite zwischen einer 11 und
7 Uhr bzw. 1 und 5 Uhr Position in einem leichten Achter hin und her zu
fliegen. Je größer der Achter dabei wird, desto mehr Kraft
entwickelt der Kite auch zunächst.
4. Weitere Übungen und Manöver
Wird das Kitehandling soweit beherrscht, ist es bis zu Deinem ersten
Body drag nicht mehr weit.. Body drag bedeutet, dass man sich kontrolliert
von dem Kite durchs Wasser ziehen lässt. Man merkt schnell dass es
ratsam ist, den Tainer Kite in allen möglichen Situation zu beherrschen
(mit geschlossenen Augen, rückwärts usw..), da einem diese Situationen
auf dem Wasser alle begegnen werden und es ist besser, auf alle Eventualitäten
vorbereitet zu sein. Ziel sollte es sein, den Kite weitgehend blind zu
fliegen, damit hat man mehr Zeit sich auf andere Dinge zu konzentrieren,
etwa wo das Brett ist, oder wo man hinfährt.
5. Das Depoweren
Der nächste Schritt ist die Sicherheit auf dem Wasser. Am Wichtigsten
ist es zu wissen, wie man den Kite komplett depowered. Je nach Bar und
Safety System ist dies unterschiedlich. Der erste Reflex in einer Notsituation
ist es, einfach die Bar los zu lassen. Bei jedem System sollte dies den
Kite komplett depowern.
6. Der Wasserstart
Im Laufe Deines Kitelebens wirst Du unzählige Stunden mit dem Wasserstart
verbringen. Glücklicherweise gibt es inzwischen sehr gut funktionierende
Systeme, die diese Prozedur zu einem einfachen Spiel machen. Hauptproblem
ist, dass ein abgestürzter Kite meist auf der leading edge liegend
Richtung Lee zieht. Ziel ist es den Kite entweder durch schwimmen oder
einfaches ziehen der CLS Leine auf den Rücken zu drehen. Wenn dies
geschafft ist, braucht man nur noch an einer Seite der Bar zu ziehen,
der Kite baut seine C-Form auf und lässt sich somit wieder starten.
Diese Technik bedarf einiges an Übung und man ist gut beraten, wenn
man sich das Vorgehen von einem Lehrer zeigen lässt, und dann –
üben, üben, üben
7. Der Body Drag
Jetzt wo Du das Fliegen eines Kites beherrschst und weist, wie man einen
Kite aus dem Wasser startet oder ihn depowered, ist es an der Reihe den
ersten Body Drag auszuprobieren. Am Besten ist es, wenn Du entweder einen
Lehrer bei Dir hast, oder einfach jemanden, der dich am Trapez festhält
und Dir dabei Anweisungen geben kann.
Wenn Du mit der Segelterminologie noch nicht vertraut bist, dann ist
es nun an der Zeit den Begriff „kreuzen“ kennen zu lernen.
Genau das wirst Du nämlich beim Body Drag tun. Du wirst in einem
zick-zack Kurs von rechts nach links downwind gezogen. Fliege den Kite
in kleinen Achtern zur linken Seite, um nach links gezogen zu werden und
versuche das gleiche auf der rechten Seite.
Dabei solltest Du immer zwei Dinge im Kopf behalten:
Wie bringe ich meinen kite schnellstmöglich in eine neutrale
Position?
Wie depowere ich meine Kite auf der Stelle?
8. Body Dragging Upwind
Da wir es nicht empfehlen eine Boardleash zu benutzen, ist es wichtig
den Upwind Bodydrag zu beherrschen, will man sein Board nicht verlieren.
Am Besten geht dies, in dem man seine Führungshand upwind richtet
und seinen Körper senkrecht zu den Flugleinen ausrichtet. Auf diese
Art und Weise benutzt man seinen Körper wie ein Ruder und kann gegen
die Kraft des Kites Höhe laufen. Dieses Manöver bedarf einiges
an Übung, aber sobald Du auch diesen Trick beherrschst, kannst Du
Dich aus so gut wie jeder kniffligen Situation von selbst befreien.
9. Ready to go
Nach einigen Body Drag Versuchen und reichlich Flugerfahrung geht es
nun richtig los! Entgegen der landläufigen Meinung, braucht man nicht
unbedingt Board Erfahrung um loslegen zu können. Der Kite entwickelt
genug Zug nach oben und vorne um leicht aufs Brett zu kommen. Man sollte
mit einem etwas größeren Board anfangen, da dieses eher ins
gleiten kommt, als ein kleineres. Ausserdem sollte man einen Helm tragen
und sich über alle Sicherheitsfeatures im Klaren sein.
Soweit so gut – und jetzt ab aufs Wasser! Und wenn Du soweit bist,
dass Du an den Punkt zurück kiten kannst an dem Du Deinen Kite gestartet
hast ist es soweit – Du bist ein Kiteboarder. Und jetzt ist es auch
an der Zeit, Dir Dein eigenes Equipment zuzulegen..